Bräuche in Thüringen

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Kirchweihfest und Kirmes

In vielen Orten Thüringens feiert man ausgiebig die Kirmes. Ihren eigentlichen Ursprung fand sie in der Kirchenweihe bzw. der Kirchenmesse, aus der sich auch der heutige Name abgeleitet hat. Es erinnert an den alten Brauch der Kirche, den Jahrestag der Einweihung einer Kirche zu feiern.

Neben dem Tag der Kirchweihe bot auch der Gedenktag des Kirchenpatrons Gelegenheit zu Fest und Feier. Die Folge waren dann mehrere Kirmesfeiern im Jahr, die im Laufe der Jahrhunderte entweder zu einer mit dem Erntefest in Verbindung stehenden Spätkirmes verschmolzen oder aber sich als Früh- oder Vorkirmes neben der eigentlichen Kirmes erhielten.

Auf dem Lande war es ein Dorf- und insbesondere ein Familienfest, an dem die ganze Familie, nicht nur die nähere, sondern auch die weitere Verwandtschaft zusammentraf. Man aß und trank viel und war vergnügt. Im Freien und auf der Tenne wurde getanzt.

Die Kirmes wird mittlerweile als Volksfest gefeiert, das oft drei bis vier Tage dauert. Die Menschen kommen zusammen, spielen, feiern und tanzen. Je nach Region unterscheiden sich Tracht und Programm des Festes.